General Motors, Betrug an der deutschen Regierung?

Hier wieder ein paar Neuigkeiten zu unserem Lieblingsautobauer General Motors. Noch in diesem Jahr hatte der amerikanische Autoherrsteller Chapter 11 angemeldet. Dies sollte auch Auswirkungen auf die deutsche Tochterfirma Opel haben. Lange Zeit haben sich Politik und Arbeitnehmerverbände dafür eingesetzt, dass Opel an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und der russischen Sberbank verkauft werden soll. Teilweise mit erheblichen Zugeständnissen der Gewerkschaften in Form von Verzicht auf Urlaubs- und Wheinachtsgeld.

Nun hat General Motors einen Rückzieher gemacht und stellt die bisherigen Verhandlungen ein. Opel soll somit nicht verkauft werden und bleibt im Geflecht des Autobauers.

Die deutsche Regierung wollte für die Übernahme von Opel 4,5 Milliarden Euro an Staatshilfen zur Verfügung stellen. Doch die amerikanische Mutterfirma will sich nicht aus dem europäischen Markt zurückziehen. Auch gilt Opel für General Motors immer noch als Ideenschmiede und Türöffner zum russischen Markt. Da die Europäische Union den Verkauf von Opel als nicht tragbar erachtete, da er durch Steuergelder finanziert werden sollte, und sich der angeschlagene Autobauer durch die Einführung der Abwrackprämie in den Vereinigten Staaten finanziell stabilisieren konnte, folgte die Absage für den Verkauf.

In Detroit konnte man eindeutig gesteigerte Verkaufszahlen vorweisen. Was nicht zuletzt auch auf die veränderte Marketingstrategie und Markenphilosophie zurück zu führen ist.

Unterdessen wird der Kampf um Opel mit eher unfeinen Mitteln weiter gekämpft.

General Motors fordert für den Tochterkonzern ein hartes Sparprogramm, welches sicherlich nur mit Werkschließungen und den Verlust von Arbeitsplätzen erreicht werden kann. Es sollen ca. 30% Kosten bei Opel eingespart werden. Des Weiteren werden Staatshilfen in Höhe von 3 Milliarden Euro benötigt. Den bisherigen Kredit von 1,5 Milliarden will General Motors bis Ende diesen Monats zurückgezahlt haben.

Da stellt sich natürlich die Frage, warum man die Staatshilfe nicht einfach aufstockt.

Die Gewerkschaft der Opel Arbeitnehmer, welche sich zuvor durch den angestrebten Verkauf an Magna schon zu Zugeständnissen bereit erklärte, möchte keine weiteren Einschnitte zulassen.

Unverholen droht General Motors auch den deutschen Arbeitnehmer von Opel mit einer Insolvenz, sollte man nicht auf einen gemeinsamen Nenner mit den Gewerkschaften kommen. Der Betriebsratschef Klaus Franz rief unterdessen zu Streiks und Protesten auf.

Fraglich ist auch, ob General Motors die Restrukturierungen für den Opelkonzern überhaupt aus eigenen Mitteln und eigener Kraft bewerkstelligen kann. Das sehen die Amerikaner zuversichtlich.

Deutsche Politiker waren auf Grund der Meldung aus Detroit weniger erfreut. Wen wundert es?

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