geht es der Solarbranche an den Kragen?

Die Bundestagswahlen am letzten Sonntag haben es entschieden. Die neue deutsche Regierung wird sich aus schwarz/gelb zusammen setzen. Es ist ja allgemein bekannt, dass die CDU eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke anstrebt.

Wer folglicher Weise 1 und 1 zusammen zählen kann, wird sicherlich bedenken, dass jetzt die Zeit der Solarstromanbieter gekommen ist. Im negativen Sinne. Nach Auffassung der FDP und Union wäre es an der Zeit, dass nun die Subventionen für den Ökostrom aus Solar erst einmal nach Kosten und Nutzen geprüft werden müsse, da der Solarstrom mit einer der teuersten Stromarten ist.

Der Solarstrom wird derzeitig noch über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert. Hier erhalten die Betreiber von Photovoltaikanlagen für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom eine für ca. 20 Jahre festgelegte Vergütung.

Um den Steuerzahler zu entlasten, gilt es nun abzuwegen in welcher Höhe weiterhin subventioniert werden soll.

Wir möchten darauf hinweisen, das ein großer Anteil des Ökostroms gar nicht in die Netze eingestellt werden kann, da z.T. die technischen Voraussetzungen nur mangelhaft vorhanden sind und wenig ausgebaut sind.

Ebenso stellt sich die Frage, wie sicher der “billige” Atomstrom ist, wie es mit der Endlagerung aussieht und erst Recht mit dem Strahlungsrisiko für die nächsten Jahrzehnte.

Es bleibt abzuwarten, was die Prüfung ergibt. Demnach werden sich sicherlich die Aktienkurse der einzelnen Anbieter entwickeln. Nicht desto trotz, fordert Frank Asbeck, der Chef von Solarworld eine Überarbeitung des EEG, damit man auf dem globalen Markt besser gerüstet sei.  Er kündigte an, weiterhin in Solarstrom für Deutschland zu investieren. Die Investitionssumme soll sich auf 400 Millionen Euro belaufen. Solarworld beschäftigt Deutschlandweit ca. 1500 Mitarbeiter.

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