AIG und die Bonuszahlungen

Vor einiger Zeit hatten wir über Bonuszahlungen berichtet. Unter anderem auch über die Bonuszahlungen der AIG an Ihre Manager. AIG hat ca. 165 Millionen US-Dollar ausgezahlt, obwohl sie von der US-Regierung mit ca 180 Mrd. $ unterstützt wurde. Da diese Summe hauptsächlich von Steuerzahlern finanziert wurde, wäre ein “Unmut” solcher Geschäftspraktiken sehr gut zu verstehen. 

Durch die Finanzspritzen der US-Administration gegenüber AIG haben auch deutsche Unternehmen bzw. Banken profitiert. Allgemein in den Medien bekannt, konnte die Deutsche Bank 11,8 Millarden Dollar verdienen. Goldman Sachs erhielt 12,9 Milliarden US Dollar und die französische Société Générale S.A. rund 11,9 Mrd. Dollar. Das beflügelte natürlich die Aktienkurse. Hier die vollständige Liste

Doch da gab es jemanden den das Ganze wohl gewaltig stinkt.

Mr. Barak Obama! Obwohl das Weisse Haus über die Bonuszahlungen von AIG informiert gewesen sei. 

Obama ließ verlauten:

“Die Amerikaner haben ein Recht, böse darüber zu sein. Ich bin es auch.” Obama fügte an: “Am Ende werde ich hier aufräumen.”Zugleich stellte er die Gründung einer neuen Behörde in Aussicht, die staatlich gestützte Unternehmen überwachen soll. Sie solle ähnliche Durchgriffsrechte wie die Einlagensicherung FDIC bekommen. Vorbereitende Gespräche mit Kongressabgeordneten hätten bereits begonnen. Quelle

“Wie Opensecrets.org berichtet, hat Obama als Senator von AIG eine Zuwendung in Höhe von $101’332 erhalten, zusammen mit Senator Chris Dodd, die höchsten aller Kongressabgeordneten. Und wer hat die Bonuszahlungen ins Gesetz zur Rettung von AIG eingebracht? Es war Chris Dodd. Neben diesen Politikern, haben George W. Bush $160’000 von AIG im Wahlkampfjahr 2004 erhalten, John Kerry vor einem Jahr $56’000 und John McCain im letzten Jahr $60’000. Nur böse Zungen würden behaupten, damit wurde das Wohlwollen der Politikerkaste in Washington zu Gunsten AIG erkauft. US-Medien stellen deshalb die Frage, warum Obama und Finanzminister Timothy Geithner nicht schon früher handelten, obwohl rund 80 Prozent der AIG-Anteile dem Staat gehören. Liegt es an den Zahlungen der AIG an Obama und Kollegen, die deshalb in einem Interessenkonflikt sind und nicht zu Gunsten des amerikanischen Steuerzahler handeln? Jedenfalls spricht die New York Times am Mittwoch von einem Feuersturm, der über Regierung und Kongress hinwegfegt. Das Image von Obama hat damit ernsthaften Schaden genommen.” Quelle

Nun kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.

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