Gib Qimonda eine Chance..

Im Januar 2009 war es amtlich. Qimonda musste Insolvenz anmelden, wenn also bis März kein geeigneter Investor gefunden ist, schließen die Tore von Qimonda entgültig.

Massive Überproduktionen hatten die Preise für Speicherchips vor mehr als einem Jahr komplett einbrechen lassen. Seitdem schreibt die Halbleiterbranche rote Zahlen. Hier in Deutschland war ein Rettungspaket für Qimonda jedoch gescheitert, so dass Insolvenz angemeldet werden musste. In einem anderen Artikel schreiben wir schon über die 12.200 Mitarbeiter, die sich nun auf dem Arbeitsmarkt wieder finden, um einen neuen Wirkungskreis zu suchen.

Infineon ist noch mit 77,5 Prozent an Qimonda beteiligt und erwartet aus der Insolvenz Belastungen für sich selbst von knapp 200 Millionen Euro. Die Beteiligung an Qimonda ist zwar durch Infineon voll abgeschrieben, dennoch drohen Infineon Rückzahlungen öffentlicher Fördermittel, Forderungen von Mitarbeitern und nicht zu vergessen, ein Kartellverfahren.

Und schon häufen sich Aussagen, dass vielleicht ein chinesischer Interessent Qimonda aufkaufen könne und somit neue Fabriken in China entstehen könnten. Welchen Einfluss das auch auf den deutschen Standort in Dresden hat, kann jetzt noch keiner beurteilen. Zumindest wird erst einmal ein veraltetes Werk in den Vereinigten Staaten geschlossen, um weitere Gelder einzusparen.

Auch bei Qimonda stirbt die Hoffnung zuletzt.

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