Die Entlassungsproduktivität gewinnt die Überhand

Entlassungsproduktivität.

Ein Wort, welches durch unseren letzten Beitrag noch bekannt sein dürfte.Es war das “Unwort” des Jahres 2005. Aber dennoch wurde dem Wort auf Grund der aktuellen Ereignisse, der drohenden ( ? ) Rezession und der vielleicht baldigen globalen Wirtschaftskrise neues Leben eingehaucht. Erst heute morgen kündigte Deutschlands größter Softwarehersteller SAP im Rahmen seiner Sparmaßnahmen 3000 weltweite Stellenstreichungen bis zum Ende diesen Jahres an.

Ist SAP das einzige deutsche Unternehmen, welches Stellen streicht?

Nein! Die Warenhauskette Hertie wird 19 ihrer noch von 73 verbliebenen Fillialen schließen. Betroffen sind hier 650 Mitarbeiter. Vielleicht erscheint das auf den ersten Blick nicht viel, aber die Entlassungsproduktivität hat ganz Deutschland erfasst. Es ist also nicht nur auf einzelne Standorte zu betrachten sondern Deutschland weit.

Ebenso steht Qimonda vor der Pleite. Wieder einmal 12.000 Mitarbeiter mehr die danach dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Zumindest hatte der deutsche Automobilhersteller BMW dieses Jahr keine betriebliche Kündigungen auszusprechen, dennoch sind 26.000 Stellen von Kurzarbeit betroffen.

Nicht nur die Autoindustrie in Deutschland verbucht Einschnitte, es ist jede Branche betroffen. Internationale Konzerne wie Texas Instrument streicht 3400 Stellen, Yahoo hat unter neuer Leitung einen Stellenabbau von 10 % seiner gesamten Belegschaft angekündigt. Bei Yahoo ging die neue CEO Carol Bartz sogar so weit, dass sie von 14.000 Mitarbeitern die Gehälter einfror. Auch bei Phillips sollen bis zum Ende des Jahres 6.000 Stellen wegfallen.

Natürlich werden wir die Geschehnisse weiterhin beobachten und hin und wieder darüber berichten.

Und hier unser Fundstück des Tages:

“Trotz ihres Pessimismus sind sich die Unternehmer aber in einem erstaunlich einig: Die Mehrzahl plant keine Einschnitte beim Personal. Weltweit erwarten der Studie zufolge nur 26 Prozent der Konzernchefs einen Stellenabbau. 35 Prozent gehen von einer unveränderten, 37 Prozent sogar von einer steigenden Beschäftigtenzahl aus. Von den deutschen Befragten wollen 36 Prozent mehr Personal einstellen – 17 Prozent denken an Stellenkürzungen. ( Quelle )”

Na da können wir ja beruhigt zu Bett gehen. Gute Nacht!

Social Bookmarks
[Ask] [blinklist] [BlogBookmark] [Bloglines] [co.mments] [Digg] [diigo] [Friendsite] [folkd.com] [Furl] [Google] [Jamespot] [LinksMarker] [Ma.gnolia] [Mister Wong] [MySpace] [MyWeb] [Newsvine] [oneview] [PlugIM] [Technorati] [Twitter] [Windows Live] [Yahoo!] [Email]

Post to Twitter