Das Unwort des Jahres 2008

Nun steht es fest. Das Unwort des Jahres 2008. Wenn man es genau nimmt, sind es eigentlich zwei Wörter.

notleidende Banken

„Die Formulierung  stellt das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise rundweg auf den Kopf. Während die Volkswirtschaften in ärgste Bedrängnis geraten und die Steuerzahler Milliardenkredite mittragen müssen, werden die Banken mit ihrer Finanzpolitik, durch die die Krise verursacht wurde, zu Opfern stilisiert.“  begründet Jurymitglied und Sprachwissenschaftler Dieter Schlosser die Wahl.

 Seid 1991 werden jedes Jahr „Unwörter des Jahres“ von einer unabhängigen Jury aus Sprachwissenschaftlern gewählt. Die Kreativität der Unwörter des Jahres scheint keine Grenzen gesetzt. Man überraschte uns mit Unwörtern wie Diätenanpassung, Kollateralschaden, Ich-AG, Humankapital, Entlassungsproduktivität, Herdprämie und vieles mehr. Wörter die entweder einen Widerspruch in sich verbargen oder zur Beschönigung vorangegangener Tatsachen.

 Wir sind schon auf das nächste Jahr gespannt.

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