524.000 – die Zahl des Tages

Selten in der heutigen Zeit hat eine Zahl wie diese für Aufregung gesorgt. 

524.000

Hierbei handelt es sich nicht um Äpfel oder Birnen, sondern um die Zahl der Beschäftigten die in den Vereinigten Staaten im Monat Dezember ihre Stelle verloren haben. Die Zahl verblasst gegenüber der Gesamtzahl der “neuen” Arbeitslosen im Jahr 2008. Diese berechnet sich annähernd auf 2,6 Millionen Menschen ohne Job. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich somit auf 7,2 Prozent. Die amerikanischen Medien betiteln das Jahr 2008 als das schlimmste Jahr seit Ende des Zweiten Weltkrieges. 1945 verbuchte die US-Wirtschaft 2,75 Millionen Arbeitslose. Hierbei sollte man beachten, dass beispielsweise die Nicht- Beschäftigten in der Landwirtschaft der am Freitag veröffentlichen Arbeitslosenzahl nicht mit eingerechnet sind. 

Zwar war der Arbeitslosenanteil im November 2008 mit 584.000 höher ausgefallen und Volkswirte rechneten für Dezember mit 525.000 Arbeitslosen, jedoch mit einer Arbeitslosenquote von 7,0 Prozent. Nun lässt die Quote mit 7,2 Prozent wenig Raum für Optimismus. Ein schweres Los für Barak Obama, dem neu gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Schon am Donnerstag kündigte Obama eine Verschlechterung am Arbeitsmarkt an. Ein massives Konjunkturprogramm von mindestens 775 Milliarden Dollar Umfang wird unabdingbar sein. Obama will im Zeitraum von zwei Jahren drei Millionen Arbeitsplätze schaffen. Auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der anhaltenen Rezession bleibt jedoch die Frage offen, wie dieses Konjunkturprogramm aussehen soll und wann es greift. 

Eines steht fest. Barak Obama ist als neuer Präsident nicht zu beneiden, denn die Probleme sind erdrückend. Nicht zuletzt wegen der Automobilkrise, die zum massiven Stellenabbau beigetragen haben. Mittlerweile hat sich sogar die wöchentliche Arbeitszeit auf 33,5 Std. die Woche verringert. Diejenigen, die noch einen Job ihr eigen nennen können verdienen weniger. Somit ist eine schnelle Erholung des Binnenmarktes nahezu ausgeschlossen. Ob da die Zinssenkungen der FED auf nahezu 0 dagegen steuern können wird sich erst in den nächsten Quartalen zeigen. 

Trotz der insgesamt 11,1 Millionen arbeitslosen Menschen im Dezember redet man hinter hervorgehaltener Hand die Arbeitslosenquote könnte auf einen zweistelligen Bereich anwachsen, reagierten die Aktienmärkte gelassen. Ob ein ähnliches Szenario für Deutschland zu erwarten ist, bleibt zu beobachten und entgegen zu wirken. Hier ist es Sache der Regierung die richtigen Maßnahmen in die Wege zu leiten um ein solches Szenario  zu verhindern. Hier wären massive Steuersenkungen von Nöten um nachhaltig die Konjunktur zu fördern. Dieser Vorschlag wurde bislang abgelehnt, neue Steuern und der Gesundheitsfond wurden dieses Jahr eingeführt. Ob die Regierung ihren harten Kurs beibehalten wird und nicht im Superwahljahr für ihre Haltung abgestraft wird bleibt abzuwarten. Das bisherige Konjunkturprogramm ist verpufft. Da hoffen wir, dass das nächste Konjunkturprogramm nicht die ähnliche Wirkung erziehlt.

Social Bookmarks
[Ask] [blinklist] [BlogBookmark] [Bloglines] [co.mments] [Digg] [diigo] [Friendsite] [folkd.com] [Furl] [Google] [Jamespot] [LinksMarker] [Ma.gnolia] [Mister Wong] [MySpace] [MyWeb] [Newsvine] [oneview] [PlugIM] [Technorati] [Twitter] [Windows Live] [Yahoo!] [Email]

Post to Twitter