Bei General Motors ist eine baldige Insolvenz nun nicht mehr auszuschließen, die komplette Automobilbranche spielt verrückt. Schon machen die Banken der Regierung der Vereinigten Staaten und den globalen Aktienmärkten erneute Sorgen. Allen voran die Citigroup. Von einer Pleite ist hier jedoch nicht zu sprechen, dennoch ist der ehemals größte und mächtigste Bankenkonzern zu einer Art Spekulationsobjekt verkommen. Am Freitag wurde die Aktie der Citigroup in den Vereinigten Staaten noch mit $3,77 gehandelt. Einen Wert, den man vielleicht einem mittellosen Start-ups zuschreiben könne, so Rolf Lebert in einem Kommentar der Financial Times Deutschland.
Am Wochenende wurde von der US-Regierung ein Finanzpaket geschnürt. Von einer Kapitalspritze 20 Milliarden US Dollar und von Bürgschaften für Anlagen von bis zu 306 Mrd. $ war die Rede. An der Einigung wirkten das Finanzministerium, die Notenbank und die staatliche Einlagensicherung mit. Erst vor kurzem hatte die Citigroup bereits 25 Milliarden US Dollar aus dem Rettungspaket der USA erhalten. Jetzt erhält der Staat im Gegenzug Vorzugsaktien der Citigroup für 27 Mrd. $ mit einer Verzinsung von ca. acht Prozent. Ausserdem muss die Bank künftig die gesamte Managementvergütung von der Regierung genehmigen lassen.
Ob der Kursverfall durch dieses erneute Rettungspaket gestoppt werden kann bleibt fraglich. Mittlerweile hat die Aktie ungefähr 60% ihres Wertes eingebüßt. Innerhalb von einer Woche versteht sich. Ausserdem hatte die Bank vergangenen Montag angekündigt 52.000 Mitarbeiter abzubauen. Insgesamt sind somit 75.000 Stellen,ein Fünftel der Belegschaft, von Streichungen betroffen. In Deutschland hatte man schon vor einiger Zeit das Fillialengeschäft aufgegeben.
Fünf Quartale hintereinander hat es benötigt, dass die Citigroup vor dem Niedergang steht. Einer Zerschlagung des Konzerns steht der Vorstand negativ gegenüber. Gern verweist man auf die vorhandene starke Kapital- und Liquiditätsposition. Ob dies jedoch viel Bedeutung hat ist Zweifelhaft. Die nächste Frage, die sich stellt, wer könnte ein Interesse an der Citigroup bekunden? Hier dürfte man Goldman Sachs und Morgan Stanley ins Auge ziehen. Ein offenes Interesse wurde jedoch noch nicht gezeigt. Weiterhin bleibt abzuwarten ob das Unternehmen zersplittet wird oder ganz verkauft werden könnte.
Um die “Vertrauenskrise” zu stoppen, hat man am Wochenende in den USA eine neue Werbekampagne gestartet. Hier verwies man expliziet auf die Stabilität der US Bank. Einige Analysten stellten sich auf die Seite von Citigroup um die Marktteilnehmer zu beruhigen. Es bleibt also weiterhin spannend. Jetzt da man auch in den Deutschland das schwerste Wirtschaftsjahr seid dem 2. Weltkrieg erwarten könnte.
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Ja, ein fünftel der Belegschaft entlassen und Geld vom Staat annehmen, obwohl eine starke Kapital und Liquiditätsposition vorhanden ist. Warum machen die Vorstände nicht einfach eine Liquititätsauflösung um das alles zu finanzieren..
Nicht zu fassen.
Zumindest hat man noch genügend Geld um Sie in Werbung zu investieren.